Mobbing

Wir sind alle in den letzten Tagen über die Geschehnisse in  Berlin erschrocken. Dem Thema wird dadurch neue Aufmerksamkeit verschafft  und somit stellt sich zunächst die Frage: Was versteht man unter Mobbing?

Der Begriff kommt aus dem Englischen von „to mob“: schikanieren, angreifen, bedrängen, über jemanden herfallen und „mob“: Meute, Gesindel, Pöbel, Bande.

Es ist eine spezielle Form der Aggression, die dadurch charakterisiert ist, dass das Opfer wiederholt und systematisch aggressiven Akten eines oder mehrerer Täter ausgesetzt ist. Mobbing wird bei Kindern häufig auch als Bullying bezeichnet.

Doch nicht jede Rangelei oder Pöbelei sollte gleich als „Mobbing“ bezeichnet werden; kennzeichnend für Mobbing ist, dass die feindseligen Handlungen mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Häufigkeit stattfinden. Es gibt eine klare „Täter“- und „Opfer-Struktur“ – oft fühlt sich das Opfer hilflos den Schmähungen des oder der Täter ausgeliefert.

Mobbing kann jeden treffen und hängt mit den “Regeln” einer Gruppe gegenüber einer dritten Person (MitschülerIn) zusammen, ist eine einseitig ausgeübte Form von Gewalt, unberechenbar und willkürlich.

Der/die Betroffene kann sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr aus diesem Machtungleichgewicht befreien.

Das Mobbing-Opfer leidet zunehmend unter diesen feindseligen Attacken, seien sie rein verbal, ausgrenzend bis zur physischen Gewaltanwendung. Bei Fällen von „Mobbing“ darf niemand wegschauen; das Opfer braucht Hilfe seitens der Schule – die Schule steht in der Verantwortung, den Mobbing-Prozess aufzulösen und dem Opfer zu helfen.

Neben Klassenkameraden, Elternhaus und Freunden kann eine systemische, unterstützende Kinder- und Jugendlichentherapie eingreifen; das Mobbing-„Opfer“ lernt, mit Unterstützung eines Helfersystems die Opferrolle abzulegen und den Attacken in anderer Form gegenüberzutreten.

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